Die Beyer Uhr

Diese Uhr ist ein Ebenbild unserer Aussenuhr. Seit Jahrzehnten dient sie als Erkennungszeichen von Beyer und ist an der Bahnhofstrasse von weither ersichtlich.

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Taschenuhr "Skarabäus" IWC, 1981, IWC Schaffhausen

Mechanisches Uhrwerk mit Kaliber 982 F (F für Fuchs). Bestehend aus 161 Einzelteilen. Das Werk basiert auf einer Urform, die seit 1930 von IWC hergestellt und über die Jahre stetig den neuesten Erkenntnissen der Uhrmacherkunst angepasst wurde. Breguet-Spirale in Nivarox 1. Qualität, 19 Rubin-Lagersteine, Schwanenhals-Feinregulierung und Unruhring aus Glucydor, einer Legierung aus Kupfer, Beryllium und Eisen, die antimagnetisch und resistent gegen Korrosion ist.  Gehäuse-Nr. 2300435. Werk-Nr. 2358549. Seriennummer: 35/2500. Vergoldete Halbrelief-Handgravur der Brücken und Platine. Diese drei Tage dauernde Handgravur macht jedes Exemplar zu einem Unikat. IWC Original-Zertifikate.

Zur Uhr gehört eine Holzschatulle, die aus einem über 400 Jahre alten Wurzelstock eines Walnussbaumes gefertigt ist, der  aus dem Pfarrgarten der Eifel in Deutschland stammt. Die „Skarabàus“  Savonette wurde in aufwändiger Zusammenarbeit mit dem österreichischen Künstler Ernst Fuchs, der Bronzegiesserei Venturi arte in Bologna, den Huguenin Médailleurs aus Le Locle und der IWC Schaffhausen entwickelt und in einer limitierten Serie produziert. Die Vorderseite der Taschenuhr ziert ein Skarabäus. Dieser gilt bei den Ägyptern als Symbol der ewigen Wiederkehr, auch wird die Kugel aus Kot, die er um sein Ei bildet, der Sonne gleichgesetzt. Mit seinen schillernden Spektralfarben symbolisiert er auch das Wesen des Tages. Beim Öffnen des Sprungdeckels erscheint das Zifferblatt als strahlende Sonnenscheibe, ebenfalls ein Symbol des Tages. Die Rückseite der Uhr stellt dagegen die Nacht dar, mit dem reflektierenden Mond in der Mitte, umgeben von schillernden Sternen.

 

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Herrenarmbanduhr "Square" 1958, Genf, Patek Philippe

Quadratisches Gehäuse mit polierter Goldlünette. Silberfarbenes Ziffernblatt mit kleiner dezentraler Sekunde bei 6 Uhr. Gehäusenummer 516619, Ref. 2444. Mechanisches Werk mit Werknummer 749314. Diese Uhr fand Ihren Weg von Genf nach Port-au-Prince und wieder zurück in die Schweiz. Kurt Nef lebte mit seiner Familie in Port-au-Prince in Haiti und hatte die damalige  kaufmännische Leitung des Warenhauses „La Belle Créole“. Aufgrund der damaligen politischen Wirren unter der Herrschaft des Duvalier-Clans, entschied er sich 1959 mit seiner Frau und seinen drei Kindern in die sichere Schweiz zurückzukehren. Zum Abschied wurde ihm von der Firma diese Patek Philippe Armbanduhr geschenkt. Im hohen Alter übergab Kurt Nef seinem Sohn Eric seine Patek Philippe. Nach dem Tod seines Vaters hat sich Eric Nef entschieden diese „Square“ mit bewegter Vergangenheit dem Uhrenmuseum Beyer zu schenken.

 

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Armbandchronograph "Nonius" um 1975, St. Imier, Longines

Sehr schön erhaltene Herrenarmbanduhr aus Stahl mit Stahlarmband. Der Longines Chronograph hat einen Noniuszeiger, der die Messung von Zehntelsekunden ermöglicht, ähnlich einer Schieblehre, bei der die Zehntelmillimeter auf dieselbe Weise abgelesen werden können. Die Uhr hat ein mechanisches Handaufzugskaliber mit Cal. 332/Val 726 und Gehäusenummer 15973297.
Das silberfarbene Zifferblatt hat einen leuchtend orangefarbenen Chronographenzeiger mit Noniusanzeige und 3 Totalisatoren (Hilfszifferblätter) welche die Stoppzeit für die Sekunden, Minuten und  Stunden anzeigen. Das Hilfszifferblatt für den 30-Minutenzähler sowie die Sekundenanzeige welche das Zifferblatt einrahmt, sind versenkt und schwarz abgesetzt. Das grosse kissenförmige Edelstahlgehäuse ist typisch für den damaligen Zeitgeschmack.

 

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Emailtaschenuhr um 1830, Frankreich

Silberne Taschenuhr mit aufklappbarem Frontdeckel aus Glas, welcher von einer polierten Lünette gefasst ist. Auf dem Zifferblatt befindet sich eine dezentrale Zeitanzeige bei 6 Uhr, des Weiteren eine kleine Datumsanzeige bei 12 Uhr, welche nur die ungeraden Zahlen anzeigt, die geraden Zahlen werden durch kleine Goldpunkte indiziert. Zusätzlich auf 2 Uhr  befindet sich eine Anzeige für die Wochentage. Das Werk hat eine Spindelhemmung mit Schnecke und Kette.

Das Zifferblatt ist in einem sehr guten Zustand und weist kaum Abnützungsspuren auf. Es ziert eine sehr schön erhaltene Emailmalerei, welche das Bildnis eines jungen Paares vor einer Flusslandschaft zeigt.

 

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Taschenuhr um 1750, Rotterdam, Steven Hoogendyk

Taschenuhr mit Silbergehäuse und zusätzlichem Übergehäuse mit ziselierten Verzierungen auf Gehäusedeckelring und am Rand des Bodens. Aufklappbares, separates Glas als Schutz des weissen Emailzifferblatts, welches schwarze römische Ziffern für die Stunden und arabische Ziffern für die Minuten hat. Geriffelte goldfarbene Lünette. Kupferfarbener Stunden- und Minutenzeiger. Reich verziertes Werk mit Spindelhemmung, Schnecke und Kette. Brücke und Platine sind mit kunstvollen Ziselierungen, wie der Darstellung einer Putte zwischen Bäumen, skelettierten, pflanzenartigen Ornamenten und  einer Gravur „Steven Hoogendyk Rotterdam“ versehen.

Steven Hoogendyk (1698-1788) war ein Niederländischer Uhrmacher und Physiker und der Sohn
des Uhmacher-Ehepaares Adriaen Hoogendyk und Elisabeth Tracy.

 

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Lépine Taschenuhr „Calcutta“, um 1930, London/Kalkutta/Schweiz, Hamilton & Co.


Lépine Taschenuhr „Calcutta“, um 1930, London/Kalkutta/Schweiz, Hamilton & Co.
 
Taschenuhr in Gelb- und Weissgold, Handaufzugswerk Nr. 13865093, Kaliber 701. Silberfarbenes, matt geschliffenes Zifferblatt mit Gravur „Swiss Made“, blaue arabische Ziffern für die Stunden und kleine dezentrale Anzeige bei 6 Uhr mit Kreisgravur für die Sekunden, zudem gebläute Breguet-Zeiger für die Stunden und Minuten. Gehäuse, Lünette und Gehäuseboden zeigen sich in einem sehr schön erhaltenen Art déco-Streifenlook, welcher abwechselnd in Gelb-und Weissgold und schwarzem Email gehalten ist. Dazu gehört eine elegante Uhrenkette mit schwarz emaillierten langen Gliedern, die jeweils mit kleinen, goldenen Ösen verbunden sind.

Robert Hamilton, im Jahre 1772 in England geboren, zog 1808 als ausgebildeter Silberschmied nach Indien und eröffnete sein erstes Silberschmiede Geschäft in Kalkutta (heute Kolkata) am Tank Square 5 unter der Lizenz der East Indian Company. Weitere Geschäfte wurden eröffnet und nebst dem Verkauf seiner bekannten Silberwaren, bot die Firma auch exklusive Luxuswaren und Uhren an. Hamilton & Co. überdauerte zwar die Unabhängigkeit der Indischen Regierung von Grossbritannien, schloss aber dann seine Türen 1973 aufgrund der politischen Unsicherheiten im Land.

 

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Taschenchronograph um 1910, Schweiz, Lemania

Grosser Chronograph mit 64.5 mm Durchmesser und einem Gehäuse aus Nickel. Weisses Emailzifferblatt mit schwarzen, grossen arabischen Ziffern, gebläuten Zeigern für die Stunden und Minuten, sowie einem Stoppzeiger und dezentralen Anzeigen für die Sekunden bei 6 Uhr und 30 Minuten bei 12 Uhr.

Die Firma Lemania wurde 1884 von Alfred Lugrin unter dem Namen Lugrin S.A. in L'Orient Vallée de Joux gegründet. Lugrin hatte seine Fachkenntnisse als Hilfsarbeiter bei Jaeger-LeCoultre in Le Sentier erworben. Er spezialisierte sich auf die Fertigung von Chronographen, Stoppuhren und Repetitionsuhren. 1895 bezog das Unternehmen ein eigenes Fabrikgebäude in L'Orient.
Bis 1930 wurde der Name Lugrin S.A. beibehalten, dann etablierte Lugrins Schwiegersohn Marius Meylan den Markennamen Lemania Watch Co. mit Sitz in l'Orient. Übrigens ist die Beyer Chronometrie familiär mit der alten Westschweizer Uhrendynastie Meylan verbunden: Der Urgrossvater von René Beyer, Adelrich Beyer (1858-1915) hatte 1883 Marie Valentine Meylan geheiratet.

 

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Mido-Robot klein, 1940er, Le Locle, Schweiz

Diese zwei kuriosen Holzpuppen sind aus den 1940er bzw. 1950er Jahren und bewarben in Form von Robotern die damals modernen und technisch innovativen Mido-Uhren „Multifort“ und „Powerwind“. Beide Figuren sind Gliederpuppen aus Holz und silbern bemalt. Der grosse, 60 cm hohe Roboter hat in seinem Körper eine integrierte mechanische Handaufzugsuhr mit schwarzem Zifferblatt, Leuchtziffern und -zeiger. Das Zifferblatt schützt ein gewölbtes Glas mit Aluminiumlünette. Werknummer 22785 und Gehäusenummer 8023, Schweizer Ankerhemmung ohne Stosssicherung. Der kleine  Roboter mit einer Höhe von 22.5 cm dagegen hat nur eine Uhrenattrappe im Körper, die lediglich eine Vertiefung aufweist und mit dem Bild einer Uhr aus den 1940er Jahren beklebt ist. Diese beiden Roboter wurden vor Jahren in Buenos Aires auf der Plaza Dorrego in San Telmo bei dem Uhrenspezialisten  "Midas" entdeckt. Solche Roboter hatten ihren Einsatz als Werbeträger ab den 30er Jahren in den Schaufenstern der Uhrenläden der USA und Südamerikas und standen als Symbol für Fortschritt und Robustheit. Die Mido-Robots sind eine Schenkung  von Sebastien C. Schröder an das Uhrenmuseum Beyer.  

 

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Mido-Robot gross, 1950er, Le Locle, Schweiz

Diese zwei kuriosen Holzpuppen sind aus den 1940er bzw. 1950er Jahren und bewarben in Form von Robotern die damals modernen und technisch innovativen Mido-Uhren „Multifort“ und „Powerwind“. Beide Figuren sind Gliederpuppen aus Holz und silbern bemalt. Der grosse, 60 cm hohe Roboter hat in seinem Körper eine integrierte mechanische Handaufzugsuhr mit schwarzem Zifferblatt, Leuchtziffern und -zeiger. Das Zifferblatt schützt ein gewölbtes Glas mit Aluminiumlünette. Werknummer 22785 und Gehäusenummer 8023, Schweizer Ankerhemmung ohne Stosssicherung. Der kleine  Roboter mit einer Höhe von 22.5 cm dagegen hat nur eine Uhrenattrappe im Körper, die lediglich eine Vertiefung aufweist und mit dem Bild einer Uhr aus den 1940er Jahren beklebt ist. Diese beiden Roboter wurden vor Jahren in Buenos Aires auf der Plaza Dorrego in San Telmo bei dem Uhrenspezialisten  "Midas" entdeckt. Solche Roboter hatten ihren Einsatz als Werbeträger ab den 30er Jahren in den Schaufenstern der Uhrenläden der USA und Südamerikas und standen als Symbol für Fortschritt und Robustheit. Die Mido-Robots sind eine Schenkung  von Sebastien C. Schröder an das Uhrenmuseum Beyer.  

Neuerwerbungen 2017

Die Neuerwerbungen sind bis 8. Juni 2018 in unserem Uhrenmuseum ausgestellt. Die Sammlung des Uhrenmuseums Beyer wird erneut mit weiteren Trouvaillen aus früheren Epochen der Uhrmacherkunst aus den letzten Jahren ergänzt. Unter den total 18 Objekten gibt es auch vier Schenkungen: Eine Armbanduhr von Patek Philippe aus dem Jahre 1958; zwei kuriose Holzpuppen aus den 1940er bzw. 1950er Jahren, welche in Form von Robotern die damals modernen und technisch innovativen Mido-Uhren „Multifort“ und „Powerwind“ bewarben; sowie ein antikes Lehrbuch der Uhrmacherei aus dem Jahre 1878 von Glashütte.

In dieser aktuellen Ausstellung werden neben Uhren auch eine antike Drehbank aus dem 19.Jh. zu sehen sein. iPads mit Informationen in Deutsch und Englisch stehen den Besuchern zur Verfügung. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.