Die Beyer Uhr

Diese Uhr ist ein Ebenbild unserer Aussenuhr. Seit Jahrzehnten dient sie als Erkennungszeichen von Beyer und ist an der Bahnhofstrasse von weither ersichtlich.

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Rolex Herrenarmbanduhr mit Händler Signatur "Beyer Zürich", ca. 1944, Genf CH

Die Armbanduhr mit Handaufzug und nicht verschraubter Krone hat ein rundes Stahlgehäuse mit polierter Lunette und ein schwarzes Echsenlederarmband. Das silberfarbene Zifferblatt weist altersbedingte Verfärbungen auf. Die arabischen Ziffern und skelettierten Zeiger für die Stunde und die Minute sind mit weisser Radium-Leuchtmasse versehen. Bei 6 Uhr befindet sich eine dezentrale, vertiefte kleine Sekunde. Signaturen auf Zifferblatt: „Shock resisting“ und „Swissmade“. Auf dem Gehäuseboden sind die Referenz 3882 und die Gehäuse-Nr. 262919 eingraviert. Die Uhr wurde von einer Privatperson aus Italien erworben.

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Rolex Oyster Chronometer Herrenarmbanduhr mit Händler Signatur "Beyer", ca. 1940, Genf CH

Die Herrenarmbanduhr mit Stahlgehäuse hat einen verschraubten Gehäuseboden und einen Handaufzug mit verschraubter Krone. Sie hat ein schwarzes Zifferblatt mit roter zentraler Sekunde und skelettierten Stunden- und Minutenzeigern, die mit Radium-Leuchtmasse gefüllt sind. Doppelte Signatur auf Zifferblatt „Swiss Made“ und „Fab. Suisse“. Das Lederarmband ist nicht original zur Uhr gehörend und wurde nachträglich montiert. Referenz 2765 und Gehäuse-Nr. 83409 sind auf dem Gehäuseboden eingraviert. Die Uhr wurde von einem Händler aus der Schweiz erworben.

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Omega Herrenarmbanduhr mit Händler Signatur "Beyer Zürich", ca. 1920, Biel CH

Die kissenförmige Herrenarmbanduhr mit Handaufzug hat ein hochwertiges 900er Silbergehäuse. Das weisse Email-Zifferblatt ist mit arabischen Ziffern und skelettierten Zeigern ausgestattet, die mit goldfarbener Radium-Leuchtmasse versehen sind. Die goldene Leuchtmasse weist einige Abnützungen an der Ziffer 1 der 12 und auf dem Minutenzeiger auf. Das Lederarmband ist nicht original zur Uhr gehörend und wurde nachträglich montiert. Gut sichtbare Silberpunzen und Gehäusenummer 5875316 sind auf dem Boden des Gehäuses eingraviert. Die Uhr wurde von einem Händler aus der Schweiz erworben.

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Eterna Herrenarmbanduhr „KonTiki“, 1978, Grenchen CH

Dieses Modell aus Edelstahl galt im Jahre 1976 als die flachste Uhr mit elektronischem Werk. Sie hat ein massives Gehäuse mit Saphirglas und verschraubtem Boden und ist bis 100 Meter wasserdicht, zudem ist sie in einem praktisch nie getragenen Zustand. Gravur der Seriennummer No F200 und Gehäuse-nummer 729 1505 41 sowie KonTiki-Logo Prägung auf dem Gehäuseboden.

1947 stattete Eterna Thor Heyerdahls Expeditionsmannschaft auf der Kon-Tiki mit robusten und wasserdichten Sport-Armbanduhren aus. Die Mannschaft segelte auf dieser legendären Reise mit einem Balsa-Floss von Peru zu den ostpolynesischen Inseln. Heyerdahl wollte damit beweisen, dass die Besiedlung Polynesiens von Südamerika aus mit den technischen Möglichkeiten des präkolumbischen Perus, vor der Zeit der Inka möglich war.
Inspiriert von dieser legendären Expedition, lancierte Eterna 10 Jahre nach diesem Abenteuer die Uhren-Kollektion „KonTiki“.

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Breitling Chronomat Flugstaffel-Armbanduhr «Frecce Tricolori», 2004, Grenchen CH

Die massive Automatik-Armbanduhr mit Tachymeter hat ein poliertes Gehäuse und Armband aus Edelstahl sowie eine drehbare matte Stahl-Lunette mit Minuten-Einteilung. Das schwarze Zifferblatt ziert das Logo «P.A.N frecce tricolori» und aufgesetzte arabische Ziffern aus poliertem Stahl. Diese Ausgabe zu «P.A.N. (Pattuglia Acrobatica Nazionale) frecce tricolori» ist die Nr. 1 einer limitierten Auflage von total 1000 Exemplaren. Wasserdicht bis 100 Meter, Kaliber B13, Referenznummer A13356, Edition Limitee A1000 Exemplares, 1/1000, und Fliegerstaffel sind auf dem Gehäuseboden eingraviert.

1984 wurde der Chronograph mit automatischem Aufzug für die italienische Fliegerstaffel Frecce Tricolori entwickelt und  widersteht Beschleunigungen von bis zu 20 G. Das neue Design mit seiner auffallenden Erscheinung hat grossen Anklang unter den Käufern gefunden und zu einem rasanten Wiederaufstieg der Marke Breitling und deren mechanischen Uhren beigetragen. Zum 20jährigen Jubiläum dieses Erfolges wurde diese limitierte Auflage 2004 gefertigt. Frecce Tricolori, (italienisch für dreifarbige Pfeile) sind eine Kunstflugstaffel der italienischen Luftwaffe, die 1961 als «313º Gruppo Addestramento Acrobatico» aufgestellt wurde. Diese Uhr ist ein Geschenk von Breitling.

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Taschenuhr «Issac Grasset & Cie», ca. 1900, Genf CH

Die Taschenuhr mit Lépine-Gehäuse ist aus Stahl und hat ein weisses Email-Zifferblatt mit römischen Ziffern I bis XII und kupferfarbene Louis XV-Zeiger für die Stunden und Minuten. Ein äusserer Minutenring mit arabischen Ziffern und eine kleine dezentrale, vertiefte Sekunde bei 6 Uhr sind ebenfalls auf dem Zifferblatt angebracht. Gravur innen im Werk: «Issac Grasset & Cie» Genève und Schweizer Patent Nummern 5019 und 14528. Mittels einer Torsion, einer speziellen Aufzugsfeder, die sich um die Aufzugswelle wickelt, wird das Werk aufgezogen. Der aufklappbare Rückdeckel ist mit einem Barley-Guilloche-Muster verziert. Die Uhr wurde von einem Händler aus der Schweiz erworben.

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Schiffschronometer Ulysse Nardin, 1935, Le Locle CH

Marinechronometer im Holzgehäuse mit Kardanaufhängung und zusätzlicher Transportkassette mit Lederriemen, alles aus Mahagoni-Holz. Weisses Zifferblatt mit Signatur «Ulysse Nardin Locle Suisse», römischen schwarzen Ziffern für die Stunden und äusserem Minutenring und dezentraler runder Sekundenanzeige auf 6 Uhr. Ebenfalls auf dem Zifferblatt befindet sich auf 12 Uhr eine Anzeige «Auf-und-Ab», die den jeweiligen Stand der Zugfederspannung anzeigt. Gehäuse Nr. 2918, 52 Std. Gangreserve, Aufzugsschlüssel und  kleiner Schlüssel für die Box. Zwei Original-Auszeichnungen für den 1. Preis: «1re Classe pour Chronomètres de Marine Catégorie A», vom 8. Juli 1935 und ein Dokument «Epreuves Speciales de Marches diurnes» vom 12. Mai 1937, des Observatoriums Neuchâtel. Brief von FAVAG (Fabrique D'Appareils Electriques S.A.) vom 18. Mai 1937.

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Prunk-Taschenuhr «Th. Beyer Fils Zurich», International Watch Co., ca. 1888, Schaffhausen CH

Die seltene, antimagnetische Taschenuhr in Lépine-Form hat ein reich getriebenes 800er Silbergehäuse. Das weisse Email-Zifferblatt zieren gebläute Spatenzeiger, schwarze römische Ziffern I bis XII sowie die Händlersignatur «Th. Beyer Fils Zurich». Der Rückdeckel mit punziertem Reliefdekor zeigt das Bild des heiligen Georg, wie er als Ritter auf einem Pferd sitzt und einen Drachen bekämpft. Georgs Name steht für Tapferkeit und Nächstenliebe, Ritterlichkeit und Höflichkeit. Umlaufendes Spruchband «S.GEORGIUS EQUITVM PATRONUS» (St. Georg Schutzpatron der Reiter). Die Zeit ist mittels Drücker bei 1 Uhr und goldener Aufzugskrone verstellbar. 2/3 Platinwerk, gekörnt, vergoldet und signiert «Balancier & Spiral Paillard brevets», Schrauben-Komp.-Unruh und Unruhspirale nach Paillard, Werk Nr. 33583. Die Uhr wurde über das Aktionshaus Crott erworben.

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Goldtaschenuhr mit Händlersignatur «Galli-Zürich», ca. 1900, Schweiz

Die Uhr mit Handaufzug und Minutenrepetition hat ein poliertes Lépine-750-Gelbgold-Gehäuse. Das weisse metallene Zifferblatt zieren schwarze Breguet-Zeiger, goldfarbene arabische Ziffern für die Stunden, einen äusseren Ring für die Minuten und eine kleine, vertiefte Sekundenanzeige auf 6 Uhr. Werk mit Breguet-Spirale, Schweizer Ankerhemmung ohne Stosssicherung und Schwanen-halsregulierung. Die Uhr wurde über ein internationales Auktionshaus erworben.

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Tissot Taschenuhr, Mathey-Tissot & Co, Swiss, ca. 1925, Le Locle CH

Uhr in 750 Weissgold-Lépine-Gehäuse mit immerwährendem Kalender und Mondphase. Das silberfarbene Zifferblatt hat aufgesetzte Breguet-Ziffern aus Weissgold. Runde vertiefte Anzeigen für den Wochentag bei 9 Uhr und das Datum bei 3 Uhr. Werk mit gebläuter Breguet-Spirale, Bimetall Kompensationsunruh und Schweizer Ankerhemmung ohne Stosssicherung. Tissot hat mit diesem Werk den Grand Prix 1914 in Bern gewonnen. Die Uhr wurde über ein internationales Auktionshaus erworben.

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Heuer Handstoppuhr, «Trackstar», Heuer-Leonidas SA, 1978, Biel CH

Der Schiedsrichter Additionsstopper hat ein poliertes Edel-stahlgehäuse. Auf der Rückseite ist eine Klebe-Etikette angebracht mit aufgedruckter Ref. 652.307. Auf dem weiss-grünen Zifferblatt sind Ballsportarten in Englisch aufgezeigt mit den entsprechenden Timeouts. Schwarzer Zeiger für die Sekunde und oranger Leuchtzeiger für die Minute. 1/5 Sek. und Mega-60 Min. Zählwerk. Funktion und Einsatzbereich der Additionsstopper ist die Zeitmessung mit Unterbrechungsmöglichkeit (Timeout). Start und Stopp mit Aufzugskrone, Nullstellung mittels Drücker. Dazugehörige Original Box, mit seitlich aufgedruckter Ref. 652.307 und Garantie.

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Goldmünzuhr, Patek Philippe, 1970, Genf CH

Diese Miniature-Uhr mit Handaufzug kann in der Tasche oder an einer Kette als Anhängeuhr getragen werden. Sie befindet sich in einem Übergehäuse, welches aus einer Original 20-U$-Goldmünze aus dem Jahre 1901 gefertigt ist. Der Sprungdeckel zeigt den Kopf und der Rückdeckel die Zahl. Auf der rechten Seite befindet sich ein unsichtbarer Mechanismus zum Öffnen des Gehäuses. Die ultraflache Golduhr im Innern des Gehäuses kann aufgeklappt werden und sich somit auch als kleine Tischuhr präsentieren. Das goldfarbene Zifferblatt trägt die Händlersignatur «Beyer». Diese Uhren wurden in kleiner Stückzahl produziert und noch seltener mit einer Händlersignatur versehen. Ref. 803-1, Patek- Werk 866650, Gehäuse- Nr. 2664185. Die Uhr wurde über  ein internationales Auktionshaus erworben.

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Tischuhr «Bowling», um 1930, Schweiz

Das 8-Tage Uhrwerk mit Handaufzug steckt in einer edlen Holzkugel, die identische Griff-Kerben hat, welche auch die original grosse Bowling-Kugel besitzt. Diese aussergewöhnliche Tischuhr besteht aus zwei Teilen. Die Bowling-Uhr sitzt lose auf den 8 Kegeln, die wiederum auf einer quadratischen Holzplatte mit Messingboden von unten verschraubt sind. Das champagne-farbene Zifferblatt zeigt mit schwarzen arabischen Ziffern die Stunden und mit einem feinen äusseren Ring die Minuten an. Die Uhr wurde von einem Händler aus der Schweiz erworben.

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Taschenuhr aus Holz Gebrüder Bronnikow (Michail und Nikolai), ca. 1870, Russland

Die Uhr mit Holzperlenkette und separatem Holzübergehäuse ist aus Buchsbaumwurzelholz gefertigt. Das Zifferblatt hat eine vertiefte kleine Sekunde auf 6 Uhr. Die Zeiger, eingelassenen Zifferrondellen und das Stunden- und Minutenrad sind aus Elfenbein (wahrscheinlich Mammut). Das Werk ist ebenfalls fast ausschliesslich aus Holz geschaffen, mit Ausnahme der Aufzugsfeder, der Sperrfeder und der Spiralunruhfeder, welche aus Metall sind. Die Schrauben im Werk und am Gehäuse sind aus Holz oder Elfenbein. Das Werk wird innen mit dem dazu passenden runden Holzschlüssel aufgezogen.

Semjon Iwanowitsch Bronnikow, Kunsttischler aus dem zaristischen Russland, bekam von einem Auftraggeber anfangs 19. Jahrhundert erstmals eine goldene Taschenuhr zu sehen. Beindruckt von solch schöner Vollkommenheit beschloss er, eine Taschenuhr aus Holz herzustellen. Unablässig widmete er sich nur noch dem Schnitzen und Sägen von winzigen Uhrwerkteilen und vernachlässigte darüber seine Auftraggeber.

Die Dorfbewohner erklärten ihren Schreinermeister daher für verrückt und Bronnikow wurde in eine Klinik für Psychisch Kranke eingewiesen. Nach einem langen Jahr und dem Versprechen an seinen Arzt, sich solche Verrücktheiten zukünftig aus dem Kopfe zu schlagen, fertigte er darauf für sechs Jahre in aller Heimlichkeit seine Holztaschenuhr an.

Sein gelungenes Meisterwerk erwarb der künftige Zar Alexander II im Jahre 1837 an der Handels- und Industrieausstellung in Wjatka und bezahlte dafür eine hohe Summe. Mit diesem Erfolg änderte sich das Verhalten gegenüber Bronnikow, und fortan konnte er sich ungestört der Herstellung weiterer Holzuhren widmen. Diese Tradition wurde von seinen Söhnen Michail und Nikolai sowie dessen Enkel weitergeführt.



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Tessiner Tischuhr aus Holz mit Pendel, Francesco Andrea Santino, ca. 1680, Tessin CH

Das Gehäuse ist aus Nussbaum- und dunklem Birnbaum-Holz gefertigt. Das punzierte Messingzifferblatt trägt die Signatur «Franc.° Andrea Santino» und ist am unteren Rand mit einem vergoldeten Holzrelief verziert. Die Glastüre zum Zifferblatt wird von einem Rahmen aus Eibenholz in Fischgrat gehalten. Der aufgesetzte Silberzifferring mit gravierten, schwarzen römischen Ziffern zeigt die Stunden an. Am äusseren Rand des Zifferrings befindet sich eine Einteilung für die Minuten mit arabischen Ziffern in 5er-Schritten und am inneren Rand ist eine 48 Stunden-Einteilung zu sehen. 3-Tage Werk mit Spindelhemmung und Pendel. Stunden und ¼ Stundenschlag auf eine Glocke. Tages- und Nachtstunden werden unterschiedlich geschlagen. Das Werk hatte vermutlich in frühen Jahren zwei Glocken, da die Vorrichtung dafür noch sichtbar ist.

Diese sehr seltene Pendeluhr aus dem Tessin, erweitert und bereichert als erstes und einziges Objekt aus dem Tessin die Sammlung des Uhrenmuseums. Es ist das erste Mal, dass sie ausgestellt wird. Die Uhr wurde von Privatperson erworben und war über 40 Jahren in deren Privatbesitz.

Neuerwerbungen

Die Sammlung des Uhrenmuseums Beyer wird jedes Jahr mit herausragenden Uhren aus anderen Epochen und wegweisenden Modellen aus den letzten Jahren ergänzt. Auch dieses Jahr lohnt sich der Besuch der Sonderausstellung. Die Neuerwerbungen sind bis 2. Juni von 14 bis 18 Uhr ausgestellt.

Zwei Neuerwerbungen seien hier besonders hervorgehoben. Zum einen die Taschenuhr aus Holz der Gebrüder Bronnikov (Russland, ca. 1870) mit Holzperlenkette und separatem Holzübergehäuse. Selbst das Werk ist fast gänzlich aus Holz geschaffen und wird mit einem runden Holzschlüssel aufgezogen – ein Meisterwerk. Auch die Tessiner Tischuhr (ca. 1680) verdient eine spezielle Erwähnung. Das Gehäuse dieser sehr seltenen Pendeluhr ist aus Nussbaumholz und dunklem Birnbaumholz gefertigt und wird nach über 40 Jahren in Privatbesitz zum ersten Mal öffentlich zu bewundern sein.

Das Uhrenmuseum Beyer befindet sich im Untergeschoss des Geschäfts an der Bahnhofstrasse 31 und birgt eine der wichtigsten privaten Uhrensammlungen der Welt. Lückenlos erzählt es die Geschichte der Zeitmessung von 1400 v. Chr. bis heute. Sie sind herzlich eingeladen, die Neuerwerbungen in unserem Uhrenmuseum zu besichtigen.