Die Beyer Uhr

Diese Uhr ist ein Ebenbild unserer Aussenuhr. Seit Jahrzehnten dient sie als Erkennungszeichen von Beyer und ist an der Bahnhofstrasse von weither ersichtlich.

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Silberne Taschenuhr in getriebenen Silbergehäuse mit figürlicher Szene Zürich, spätes 18. Jahrhundert, Caspar Grob

Feuervergoldetes Werk mit Spindel, Kette und Schnecke. Auf dem Werk signiert „Casp. Grob à Zurich“, Coq mit Rocaille-Verzierungen. Weisses Email-Zifferblatt, vergoldete Sonnenzeiger. Das Übergehäuse aus getriebenem Silber zeigt ein sich gegenübersitzendes Paar, eingerahmt von Rokoko-Ornamenten. Im Hintergrund eine niedrige Mauer und drei Zypressen. Vom Uhrmacher Caspar Grob ist bekannt, dass er 1751 heiratet, 1762 wird ein Sohn gleichen Namens geboren, der Vater stirbt am 6. April 1774. Johann Caspar Grob Sohn wird 1798 als Mitglied der Uhrmacherzunft in Zürich aufgeführt. Das Internationale Uhrenmuseum in La Chaux-de-Fonds verfügt über ein Taschenuhrwerk mit der gleichen Signatur, ebenso ist eine Standuhr dieses Uhrmachers bekannt. Die Uhr vervollständigt die Sammlung an Zürcher Uhren des Uhrenmuseums Beyer.

Inv. 10031241, erworben 2012, Durchmesser 46 mm

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Gold-Taschenuhr mit Minuten-Repetition, Patek Philippe Zifferblatt signiert „Chronometrie Beyer“, mit Original-Zertifikat, Genf 1911

Rundes, dreiteiliges Lépine-Gehäuse in 18k Gelbgold, Monogramm „GM“ auf dem rückwärtigen Deckel, Widmung im Staubdeckel.
Email-Zifferblatt mit Signatur „Chronometrie Beyer“,  aufgedruckte schwarzen Breguet-Ziffern, äussere „Chemin-de-fer“ Minuten-Einteilung, vertiefte kleine Sekunde bei 6 Uhr. Goldene Breguet-Stunden-und Minutenzeiger. Flaches 18-liniges Handaufzugwerk mit Minuten-Repetition, Auslösung der Minuten-Repetition durch Schieber bei 3 Uhr. Unruh mit Regulierschrauben und gebläuter Breguet-Spiralfeder, Schweizer Ankerhemmung, 31 synthetische Rubine. Werk verziert mit Genfer Streifenschliff, signiert Patek Philippe & Co. Geneva, Switzerland, Werk-Nummer 157 312.
Die Uhr wurde 1911 bei Patek Philippe hergestellt und am 4. Mai 1916 an Beyer weiterverkauft. Mit der Signatur „Chronometrie Beyer“ auf dem Zifferblatt und der Unterschrift auf dem Originalzertifikat von 1916 von Theodor Julius Beyer (1887-1952), dem Grossvater des jetzigen Inhabers der Beyer Chronometrie, ist sie ein gutes Zeugnis der langjährigen Zusammenarbeit von Beyer und Patek Philippe.

Inv. 10034350, erworben 2012, Durchmesser 48, 5 mm

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Komplizierte Taschenuhr mit Email-Motiv „Japanerin“ auf der Rückseite Schweiz um 1905

Rundes, dreiteiliges Lepine Gehäuse in „Gun Metal“, einer nachträglich brünierten Kupfer-Zinn-Legierung. Zifferblatt in weissem und cremefarbenem Email mit goldfarbenen eingravierten „Fleur de Lys“, schwarze römische Stundenziffern auf weissem Grund, äussere schwarze „Chemin de fer“ Minuteneinteilung mit arabischen Ziffern von 5 bis 60. Vier weisse Hilfszifferblätter: bei 3 Uhr für den Wochentag, bei 6 Uhr für die Mondphase und die laufende Sekunde, bei 9 Uhr für das Datum und bei 12 Uhr für den Monatsnamen. Goldene  Louis XV Stunden- und Minutenzeiger. Die Rückseite vollflächig mit einer polychromen Emailmalerei versehen: Porträt einer japanischen Frau im Kimono mit einem Musikinstrument in der Hand, umrandet mit Kirschblüten und Blättern, überlagert von goldenen Sonnenstrahlen.
Das Bildmotiv auf der Rückseite der Uhr steht im Zusammenhang mit der westlichen Japan-Begeisterung um 1900. Ausdruck für diese Mode ist zum Beispiel die 1904 uraufgeführte, sehr beliebte Oper „Madame Butterfly“ von Giacomo Puccini, bei der eine japanische Geisha im Mittelpunkt der Handlung steht.

Inv. 10034271, erworben 2012, Durchmesser 67,5 mm

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Gold-Taschenuhr im Art-Nouveau-Stil La Chaux-de-Fonds um 1910, Movado

Lépine-Gehäuse in 18k Gelbgold, die Lünette, der bewegliche Bügel und die Gehäuse-Rückseite haben blaue, rote und schwarze Emailverzierungen, der Bügel ist unterhalb der Aufzugskrone mit einem stilisierten Frauenkopf versehen. Matt versilbertes Zifferblatt mit schwarzen arabischen Zahlen in sehr schönem Art-Nouveau-Stil, kleine Sekunde bei 6 Uhr, gebläute Breguet-Stunden- und Minuten-Zeiger, rhodiniertes Handaufzugswerk mit Genfer Streifenschliff, 16 Linien.
 
Inv. 10033454, erworben 2011, Durchmesser 44,5 mm

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Rechteckige Damenarmbanduhr mit dem kleinsten Kalenderwerk der Welt Genf um 1989, Svend Andersen

Ein Uhrwerk Kaliber 104 von JaegerLeCoultre aus den 1930er Jahren wurde von Svend Andersen mit einem Kalenderwerk ausgestattet. Das Uhrwerk misst 16 mm auf 6 mm, die Kalenderschaltung misst 6,65 mm auf 17,6 mm und ist die kleinste Kalenderschaltung der Welt. Die Uhr ist im Guinness-Buch der Rekorde eingetragen. Der Prototyp für die insgesamt 12 hergestellten Armbanduhren hat nun seinen Platz im Uhrenmuseum Beyer erhalten.

Schenkung 201

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Anhänge-Uhr in Form einer Montgolfière Frankreich, spätes 18. Jahrhundert

Goldgehäuse in Form einer Montgolfière mit Originalschlüssel. Die Verzierungen der Miniatur sind zum Teil mit Diamanten besetzt und entsprechen den Verzierungen der Original-Montgolfière, die sich 1783 in Annonay (Frankreich) in die Lüfte erhob. Uhrwerk mit Schnecke und Kette, Coq mit floraler Verzierung, Werk nummeriert „N 1672“.

Inv. 10036876, erworben 2013, Höhe 39 mm, Breite 30,8 mm

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Runde Herrenarmbanduhr "Gruen Precision" mit 24 Stunden-Anzeige, Biel um 1955, Gruen Watch Company

Edelstahlgehäuse. Silbernes Zifferblatt mit 12 Stundenfenstern, bei 3, 6, 9 und 12 Uhr als Rauten, sonst kreisförmig. In der Vormittagsposition erscheinen die arabischen, goldfarbigen Stundenziffern von 1-12, nachmittags wechseln die Stundenziffern in den Fenstern auf arabische, goldfarbige 13-24. Goldfarbene Stunden- und Minutenzeiger, Zentralsekunde mit ebenfalls goldenem Zeiger. Auf den Werkbrücken Importmarke „GXC“ für die USA graviert. Handaufzug, Kaliber N510SS.
Der vorwiegende für den amerikanischen Markt produzierende Uhrenhersteller Gruen Watch Company war von 1903 bis 1976 in Biel ansässig.

Inv. 10036690, erworben 2013, Durchmesser 35,5 mm

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Runde Herrenarmbanduhr "Zeno", Basel mit integriertem Thermometer im Uhrenglas, um 1968

Edelstahlgehäuse mit Kronenschutz und Lederband. Drehbare Lünetten, die innere silberfarbene als Taucherdrehring, die äussere aus schwarzem Kunststoff mit 12 Weltzeitzonen durch die Angabe von Städten. Das im Uhrenglas integrierte Thermometer mit einer grün unterlegten Skala von -40 bis +60 Grad Celsius. Kirschrotes Zifferblatt mit aufgedruckten Leuchtindizes und arabischen Ziffern bei 6, 9, und 12 Uhr, rechteckiges Datumsfenster bei 3 Uhr, Zifferblattaufschrift ZENO 25 ATM SWISS MADE, Werk mit Selbstaufzug, wasserdicht.
Die 1922 gegründete Firma Zeno Watch Basel ist heute noch in Familienbesitz und in der Region Basel beheimatet. Sie stellt vorwiegend Uhren im unteren und mittleren Preis-Segment her. Von dieser Uhr mit Thermometer wurden etwa 300 Stück hergestellt.

Inv. 10034573, erworben 2013, Durchmesser 39,5 mm

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Herrenarmbanduhr AERO "Chronographe" Neuchâtel, AERO, um 1967

Rechteckiges, kissenförmiges Stahlgehäuse, runde Chronographen-Drücker bei 2 und 5 Uhr, farbiges Zifferblatt mit Aufschrift „AERO NEUCHATEL CHRONOGRAPHE“, Stundenindizes mit Leuchtmasse. Chronograph mit innenliegender, vierfarbiger Tachymeter- Anzeige und 45 Minuten Hilfszifferblatt bei 3 Uhr, Datumsfenster bei 6 Uhr, vernickeltes Ankerwerk mit Handaufzug Kaliber C. Valjoux 7734, verschraubter Gehäuseboden.
Die Uhr im modischen Stil der 1960er Jahre wurde von AEROWATCH hergestellt. Diese 1910 gegründete Uhrenmarke hat ihren Standort heute in Le Noirmont im Jura, sie befindet sich in Familienbesitz und stellt u.a. die Label-Uhren für die Beyer Chronometrie her.

Inv. 10037480, erworben 2013 Länge 43 mm, Breite 36 mm

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Einzelner Schlüssel mit integrierter Uhr LeCoultre, Le Sentier um 1950

Uhrengehäuse aus 14k Gelbgold, Schlüsselrohling aus Messing. Die Uhr verbirgt sich unter einem mit einem Scharnier zu öffnenden goldenen, rechteckigen Deckel, in der Verlängerung befindet sich die Aufzugskrone und darüber eine „V“ förmige Öse. Das rechteckige versilberte Zifferblatt im rechten Winkel zur Schlüsselausrichtung hat aufgesetzte, goldene Stundenindizes und ist signiert „LeCoultre“. Goldene, polierte Stunden- und Minutenzeiger. Handaufzug, Werk mit 17 synthetischen Rubinen signiert „LeCoultre“.

Inv. 10037801, erworben 2013, Länge 54 mm, Breite 8.8 mm

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Vielzweckinstrument mit Schlüssel und Uhr Tiffany um 1965

Gelbgoldener, längsgerippter Schlüsselanhänger mit Uhr. Ausklappbarer einzelner Schlüssel, neben einer Nagelfeile, gegenüberliegend in das Gehäuse integrierte Uhr, äussere goldfarbene Aufzugskrone. Auf der gegenüber liegenden Seite in das Gehäuse versenkter Bleistift mit goldenem Knauf, ausziehbar. Zifferblatt signiert „Tiffany & Co.“, römische Stundenziffern, schwarze Chemin-de-fer- Minuteneinteilung, gebläute Stunden- und Minutenzeiger. Handaufzug, Gelbgold 14k, Uhrwerk signiert „Pery Watch“.

Inv. 10037802, erworben 2013, Länge 72.5 mm, Breite 7.2 mm

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Damenarmbanduhr "Rolex Oyster Imperial Extra Precision" Genf, Referenz 2416, auf dem Zifferblatt „Beyer“, im Originaletui, um 1938

Kissenförmiges Goldgehäuse 9k, rundes, mattschwarzes Zifferblatt mit aufgedruckten goldenen arabischen Ziffern 3, 6, 9, 12, halbe Chemin-de-fer Minuteneinteilung. Auf dem Zifferblatt „Rolex Oyster Imperial Beyer Extra Precision Swiss Made“. Zentralsekunde, goldene Stunden-, Minuten- und Sekundenzeiger. Rolex Handaufzugwerk „Extra Precision“. Verschraubter Gehäuseboden, Gehäuse-Nummer 43008, Referenz 2416, an Flexband in Original-Rolex-Klappbox.

Die Beyer Chronometrie arbeitet seit 1932 mit Rolex zusammen und half mit, die wasserdichte Armbanduhr zu verbessern.

Inv. 10034346, erworben 2012, Durchmesser 28 mm

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Tischuhr mit Zifferblatt-Signatur „Th. Beyer’s Sohn Zürich“ um 1885

Tischuhr mit Zifferblatt-Signatur „Th. Beyer’s Sohn Zürich“, um 1885
Pariser Pendulenwerk mit Schlagwerk. Gehäuse aus Marmor mit vergoldeten Füssen aus Zinkguss, qualitativ hochstehende Figurengruppe aus Zinkguss, bestehend aus zwei Grazien, einen Globus aus Papiermaché haltend und einem Putto, signiert auf der Rückseite „Petit“. Emailliertes Zifferblatt mit einem Engelchen und Signatur „Theodor Beyer’s Sohn Zürich“.
Der Bildhauer Jean-Claude Petit (1819 – 1903) besuchte die Académie des Beaux Arts in Paris und wurde 1838 für den Prix de Rome nominiert. Er arbeitete an verschiedenen Grossprojekten mit, wie zum Beispiel an den Skulpturen für den Pont de la Concorde und war vorwiegend im Bereich der angewandten und dekorativen Künste tätig.

2012 erworben, Höhe 85 cm

Neuerwerbungen 2011-2013

Das Uhrenmuseum Beyer präsentierte in einer Sonderausstellung die Neuerwerbungen der letzten drei Jahre. So zum Beispiel eine Pendule mit qualitativ hochstehenden Skulpturen und der Zifferblatt-Signatur «Theodor Beyer’s Sohn Zürich», eine wunderschöne Anhänge-Uhr in Form einer Montgolfière und viele weitere spannende Uhren. Nicht zu vergessen die kleinste Uhr der Welt mit Kalenderfunktion und einem Eintrag im Guiness-Buch der Rekorde, eine Schenkung des berühmten Uhrmachers Svend Andersen.

Das Uhrenmuseum Beyer gehört zu den Top-Attraktionen Zürichs und zu den bedeutendsten öffentlich zugänglichen Privatsammlungen der Welt. Seine hochkarätige Sammlung wird laufend erweitert – einerseits durch aktive Käufe, anderseits durch grosszügige Schenkungen.