Die Beyer Uhr

Diese Uhr ist ein Ebenbild unserer Aussenuhr. Seit Jahrzehnten dient sie als Erkennungszeichen von Beyer und ist an der Bahnhofstrasse von weither ersichtlich.

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Porzellan Elefant, Schweiz um 1880

Weisser Porzellan-Elefant mit teilweise farbiger Bemalung, auf verziertem Messing-Sockel stehend. Aufliegende zylindrische Uhr mit weissem Emaille-Zifferblatt, mit einer zarten Blumengirlande verziert. Oben auf der Uhr thront eine menschliche  Figur, sitzend auf einem Kissen mit einem Schirm. Stundenanzeige mit arabischen Ziffern. Im äusseren Kreis sind die Minuten in Punkten angezeigt und nur bei Minuten 60, 15, 30 und 45 in arabischen Ziffern
ausgeschrieben. Die Uhr ist umgeben von einer Pflanzenranke aus Messing, daran angebracht sind farbig bemalte Blüten aus Porzellan. Prominente Zeiger im Louis XV-Stil. Die Gesamthöhe beträgt etwa 60 cm. Pariser Pendulenwerk.

Das Objekt wurde laut Vorbesitzer in der Chronometrie Beyer erworben.


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Steineck A-B-C Fotokamera in Form einer Handgelenkuhr, Rudolf Steineck, Tutzing am Starnberger See, um 1949

Sehr seltene Handgelenk-Fotokamera aus Edelstahl mit braunem Lederarmband inklusive Original-Bedienungsanleitung und Box. Einer der Pioniere der Kleinstbild-Kameras war Rudolf Steineck, der ab 1948 bis 1951 in Tutzing am Starnberger See die A-B-C fertigte, welche sich wie eine Armbanduhr um das Handgelenk schnallen liess. Die Kamera belichtet alle Aufnahmen mit 1/125 Sek. Mit kräftigem Druck auf den metallenen Knopf, der seitlich angebracht ist, wird das Bild geschossen, der Film belichtet und das Magazin dreht sich im Kreis wie ein Trommelrevolver. So musste der Film nicht, wie damals bei herkömmlichen Kameras, mechanisch weitertransportiert werden. Die Kamera hat weder ein Federwerk noch einen Verschluss, der gespannt werden muss. Mittels des Spiegelsuchers auf der einen Seite der Kamera können Fotos mit etwas Übung direkt vom Handgelenk aus gemacht werden. Das Magazin, welches rückseitig eingedreht wird, kann acht Bilder erzeugen.

In den 1950er Jahren zog Steineck in die Schweiz und schuf die Tessina, ein weiteres Wunderwerk der Feinmechanik und die kleinste zweiäugige Spiegelreflexkamera der Welt (25x68x53mm). Sie wurde von 1957 bis Anfang der 90er Jahre von der Firma Siegrist in Grenchen gefertigt und von der Concava S.A. in Lugano vertrieben. Es war die kleinste 35 mm-Kamera der Welt, die je produziert und verkauft wurde.

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Taschenuhr/Armbanduhr mit Trägersystem für eingesetzte Taschenuhr, Schweiz um 1890

Aus 14K/585 Gelbgold. Gehäuse-Rand vorne fein ziseliert mit floralen Motiven. Die Rückseite der Uhr ist stark guillochiert und mit Blumen-Motiven versehen mit Resten von Champlevé-Emaillefragmenten, durch das Trägersystem etwas abgenutzt. Zeigerstellung wird auf 1 Uhr mit Zeiteinstelldrücker gedrückt und oben mit der Krone verstellt. Handaufzugskaliber mit Breguet Ziffern. Zylinderhemmung. Gehäusenummer 314154. Das spezielle Trägersystem dieser Uhr macht es möglich, dass diese Taschenuhr auch als sehr dekorative Armbanduhr getragen werden kann.

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«The Scallop Shell» Taschenuhr, Schweiz um 1800

Form einer Muschel. Mit Aufzugsschlüssel in Form der «Hand Fatimas». Gehäuse in Gelbgold mit farbigem Emaille-Dekor und weissem Emaille-Zifferblatt mit Breguet Ziffern. Spindelhemmung, Schneckenaufzug mit Kette. Die «Hand Fatimas» gilt im islamischen Volksglauben in Nordafrika und im Nahen Osten als universell schützende und wirksame Abwehrmassnahme im Kampf gegen die Dschinn und den bösen Blick. Dschinn sind nach dem islamischen Glauben unsichtbare, dämonenartige Wesen. Das Emailledekor in Blau, Grün und Schwarz ist nach dem sogenannten Champlevé oder Grubenschmelz-verfahren hergestellt. Dabei werden mit einem Stichel eingravierte Vertiefungen im Metall angebracht, die mit Wasser angerührtem Emaillepulver schichtweise gefüllt und dann gebrannt werden.

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Armreif Schmuck-Uhr «Garnet & Diamond» aus Rotgold, Pierre Belongh, Paris um 1880

Sehr schön erhaltenes weisses Emaille-Zifferblatt
mit schwarzen, römischen Stundenziffern. Äusserer Minutenzeitangabe-Ring mit roten arabischen Ziffern. Weinrotes, geschliffenes Glas, umfasst von einem Diamanten-Entourage-Kranz aus Diamantrosen im Altschliff, verschliesst die Uhr. Das Glas ist leicht opaque und lässt das Zifferblatt und die angezeigte Zeit dahinter erahnen. Innen am Verschlussdeckel ist die Diamanten-Entourage rückseitig àjour gesägt, so dass die Diamanten von beiden Seiten betrachtet werden können.

Die zwei von Silber eingefassten Diamanten-Entouragen in der Armspange, links und rechts der Uhr, sind ebenfalls àjour gesägt. Die Armspange wird mit einer Sicherheitskette und einem Kastenschloss verschlossen. Rückseitige Prägung: «P. Belongh 9 Bd Poissonnière Paris». Durch den Deckel aus geschliffenem Glas wir diese Uhr auch zu einem aussergewöhnlichen Schmuck-Armreif.

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Tischuhr aus Meissner Porzellan, um 1880

Reich verzierte Tischuhr aus Meissner Porzellan mit zwei separaten Kerzenständern. Dazuge-höriger Original-Holzkoffer mit feinem, braunem, gemustertem Leder bezogen und mit grünem, gepolstertem Samt ausgeschlagen. Uhr Schweizer Werk. Handaufzug, gerändelte Lunette.

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Lépine Taschenuhr mit «Beyer’s Sohn Zürich» Signatur auf Zifferblatt, Schweiz um 1910

Chronograph mit 30 Minuten-Hilfszifferblatt bei 12 Uhr. Aus 18K/750 Gelbgold mit perliertem Innendeckel. Auslöser des Chronographen über die Krone. Auf der Rückseite Monogramm. Signatur auf Staubdeckel: «Beyer, Horloger, Zürich». Graviert mit Chronographe Compteur Instantané Antimagnétique, 17 Rubis. Handaufzugskaliber. Breguet-Spirale. Gehäusenummer 35549.

Jean Antoine Lépine (1720-1814) war ein bedeutender französischer Uhrmacher. Nach Lépine ist die Form des offenen Taschenuhrgehäuses ohne Sprungdeckel benannt.

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Savonette Taschenuhr mit Minutenrepetition und Chronograph mit „Beyer Zurich“ Signatur, Genf um 1905

Taschenuhr mit Goldkette, beide aus 18K/750 Roségold. Poliertes Gehäuse, Sprungdeckel mit graviertem Monogramm. Weisses Emaille-Zifferblatt mit goldfarbenen Birn-Zeigern, gebläutem Stahl-Chronographenzeiger und vertiefte Anzeige für die laufende Sekunde. Stoppfunktion über die Krone. Vernickeltes Ankerwerk, Breguet-Spirale, Kompensationsunruh und Wolfsverzahnung bei Aufzug. Gehäusenummer 16057. Auslösen des Schlagwerks bei 6 Uhr für die Minuten-, Viertelstunden- und Stunden Repetition.

Die Wolfsverzahnung ist eine Zahnung mit schräg stehenden, asymmetrischen Zähnen, die eine gute Kraftübertragung ermöglicht. Sie wurde früher speziell bei besonders guten Taschenuhren für Kron- und Sperrräder verwendet.

Signatur auf Staubdeckel: „Beyer Zurich“ Première Classe Qualité Supérieure. Sprungdeckel Innenseite ist mit folgender Widmung graviert: In kind remembrance from your friend „W.C. Schutze“, October 4th, 1905.

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Lépine Taschenuhr Modernista, Courvioisier Frères, La Chaux-de-Fonds um 1920

Taschenuhr mit Retrograd-Minute und springender, digitalen Stundenanzeige mit arabischen Ziffern. 800 Silber, Gehäuse mit Tula-Schachbrettmuster und auf der Rückseite leere Monogramm-Kartusche. Fein guillochiertes, versilbertes Zifferblatt mit Patent-Hinweis: U.S PAT.864177 AUG. 27.07 (1907). Gebläuter Stahl-Stundenzeiger und kleine separate, runde Sekundenanzeige in der unteren Hälfte des Zifferblatts. Staubdeckel in 800 Silber. Rhodiniertes Ankerwerk. Patentnummer 27838 mit Schweizer Kreuz auf Werksbrücke. Gehäusenummer 2010.

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Savonette Taschenuhr Patek Philippe, Gübelin, Luzerner-Schützenuhr, Genf um 1979

Zum 50. Eidgenössischen Schützenfest in Luzern 1979, in limitierter Auflage von 100 Exemplaren gefertigt. Nr. 90/100, verkauft bei Gübelin, mit Gübelin Signatur auf Zifferblatt. Gehäuse und rausnehmbarer Staubdeckel aus 18K/750 Gelbgold, mit Handaufzugwerk, Kaliber 17-170, Gehäusenummer 545602, Werknummer 932875. Reguliert in 5 Positionen sowie auf Hitze, Kälte und Isochronismus.

Schützenuhren wurden von bedeutenden Uhrenfabrikanten wie Omega, IWC und anderen seit 1851 hergestellt. Eine Patek Philippe stellte ein besonders wertvolles Geschenk für den Schützenkönig dar. Das Motiv „Wilhelm Tell“ auf dem Klappdeckel dieser Savonette Taschenuhr ist vom Schweizer Künstler Hans Erni, signiert mit Datum 78. Auf der Rückseite findet sich die Prägung eines Schweizerkreuzes mit durchschossenem Apfel in der Mitte, umrahmt vom Text: „50. Eidgenössisches Schützenfest 1979 Luzern“.

Das Wort Isochron, aus dem Griechischen kommend, bedeutet gleich lang dauernd, das heißt alle Schwin-gungen der Unruh einer mechanischen Uhr haben die gleiche Schwingungsdauer, unabhängig von ihrer Schwingungsweite. Uhren, welche ein Chronometer-prüfungszeugnis haben, wurden in besonderer Weise auf ihren Isochronismus geprüft. Die Grundlage für den Isochronismus entdeckte Christian Huygens im 17. Jahrhundert.

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Seltene Militär Lépine Taschenuhr, Brevete S.G.D.G, Frankreich um 1900

Zweiseitige Militär-Taschenuhr/Chronograph aus Silber mit beidseitig schönem, weissem Emaille-Zifferblatt. Auf der einen Seite die Zeitangabe mit römischen Stundenziffern und roségoldfarbenen Louis XV-Zeiger, Distanzmesser mit kleinem Messrad für 16 km, im Massstab 1: 80000; äussere Skala für 20 km, im Mass-stab 1:100000. Die andere Seite mit Stoppfunktion und „Phonotelemètre Thouvenin“ versehen.

Die Funktion Phonotelemètre Thouvenin erlaubt die Berechnung der Distanz zu einem Geschehnis, welches sowohl gehört wie gesehen werden kann, um so die Differenz von der Geschwindigkeit des Tones zu der des Lichtes zu messen. Eingesetzt werden, konnte diese Taschenuhr zum Beispiel bei einer Bombende-tonation für militärische Zwecke. Zusätzlich dazu ist in der Aufzugskrone ein Kompass mit schwarzer Windro-se und gebläutem Nordzeiger eingelassen.

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Greco Calenda, Schweiz um 1930

Herrenarmbanduhr in Edelstahl mit glattem, schwarzem Lederarmband. Monatsnamen bei 6 Uhr und Wochentag bei 12 Uhr manuell über die Rädchen links und rechts verstellbar. Silberfarbenes Zifferblatt mit Leuchtziffern sowie Stunden- und Minutenzeiger in Tritium. Äusserer Datumsring mit blauen arabischen Ziffern die mittels schwarzem Zeiger angezeigt werden. Kleine runde Sekundenanzeige am unteren Rand des Zifferblatts. Handaufzugskaliber. 15 Rubine im Werk. Nicht stossgesichert. Auf der Rückseite Gravierung der Patentnummer 207751.

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Movado Armbanduhr, Modell Polyplan, um 1912

Das zweiteilige Tonneau-Gehäuse ist aus 14K/585 Gelbgold, Kaliber 400. Stunden und Minuten werden mit aufgesetzten, polierten Breguet Ziffern angezeigt. Kleine, quadratische Sekundenanzeige in der unteren Hälfte des Zifferblatts. Der Kronenaufzug aus werkstechnischen Gründen bei 12 Uhr und dabei leicht verdeckt vom blauen Lederarmband, kaum sichtbar. Das Werk speziell nach der Form des Gehäuses auf drei Ebenen (Brücken) gefertigt. Handaufzugskaliber, 15 Rubine im Werk, Referenznummer 44010, Gehäusenummer 401710.

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Cornavin Armbanduhr « Datocor » mit Grossdatum, Genf, um 1965

Armbanduhr vergoldet 20 Micron mit Stahlboden und dunkelbraunem, glattem Lederamband. Grossdatums-anzeige bei 12 Uhr, die mit Korrektur-Drücker bei 2 Uhr eingestellt wird. Goldfarbener Kreis im Zentrum um die Sekunden- und Zehntelsekunden in schwarzen Strichen und arabischen Ziffern anzuzeigen. Handaufzug, Kaliber 220/221. Gehäusenummer 1250, Referenz 1250, stossgesichert, antimagnetisch. 17 Rubine im Werk.

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Hamilton Armbanduhr, Lancaster PA, USA um 1957

Modell Ventura, 1957, mit weltweit erstem, batteriebe-triebenem, elektrischen Werk. Model 500, aus 14K/585 Gold. Gehäusenummer S 091423. Dieses Modell ging 1957 in die Geschichte ein. Das Design mit dem goldenen, dreieckigen Gehäuse mit leicht gerundeten Seiten, den goldenen Flügeln oben und unten sowie das schwarze Zifferblatt mit Strichin-dexen, die in einer abgerundeten Spitze enden und wie Atome aussehen, hat bis heute nichts an Aktualität eingebüsst. 1988 brachte Hamilton die Ventura in einer Neuauflage wieder auf den Markt und sie wird bis heute hergestellt.

Die Hamilton Watch Company setzte mit der Ventura neue Massstäbe im Uhrenhandwerk, die auch bei vielen damaligen Stars und Prominenten Anklang fand. Elvis Presley war einer der bekanntesten Anhänger und Träger einer Ventura und bis heute ist die Ventura bei Kennern als die „Elvis-Uhr“ bekannt. Mit dem Entwurf des Designs hatte Hamilton damals den renommierten Industriedesigner Richard Arbib beauftragt, der unter anderem auch Automodelle für General Motors und Boote für Century entwarf. Die Ventura widerspiegelt das typische 50er Jahre Design schlechthin.

Neuerwerbungen 2014

Das Uhrenmuseum Beyer präsentiert in einer Sonderausstellung die Neuerwerbungen des letzten Jahres. Viele Uhren wurden gekauft und ergänzen die permanente Ausstellung. Zum Beispiel eine Fotokamera in Form einer Handgelenkuhr, einige Taschenuhren mit Beyer Signaturen versehen und eine Armreif Schmuck-Uhr. Die reich geschmückte Tischuhr aus Meissner Porzellan mit zwei separaten Kerzenständern, zierte im 19. Jahrhundert bestimmt ein elegantes Wohnzimmer.

Sie sind herzlich eingeladen, die Neuerwerbungen in unserem Uhrenmuseum zu besichtigen. Das Uhrenmuseum Beyer gehört zu den Top-Attraktionen Zürichs und zu den bedeutendsten öffentlich zugänglichen Privatsammlungen der Welt. Seine hochkarätige Sammlung wird laufend erweitert – einerseits durch aktive Käufe, anderseits durch grosszügige Schenkungen.