Geschlossene Eisenuhr
Geschlossene Eisenuhr um 1600
süddeutsch um 1600 Anonym (Bayern oder Tirol)
Vollständig geschlossenes und bemaltes Eisengehäuse mit vier aufgesetzten, feuervergoldeten Zifferblättern. In der Mitte zweimal 1'2 Stunden mit römischen und darunter 1-'24 Stunden mit arabischen Zahlen. Großer Eisenzeiger für die Stunden. Innen eiserner Minutenzeiger über der Teilung 1-4 mit römischen und 1-60 mit arabischen Zahlen. Hilfszifferblatt links mit einem Ausschnitt für die Tagesregenten und rechts I'2-StundenZifferblatt für die Weckzeit mit kleinem Eisenzeiger. Oben in der altarartigen Bekrönung Zifferblatt mit Ausschnitt für die Mondphase und mitlaufender Zeiger für das Mondalter 1-'29. Ganz oben eine sich drehende Mondkugel, die als Projektion den Mondzyklus und über einem Zahlenband nochmals das Mondalter zeigt.
Das sehr kompakte Werk ist vollständig aus Eisen und hat nur zwei Aufzugsvierkante für vier Aufzüge: Stundenschlag, Viertelstundenschlag, Wecker und Gehwerk, zu denen je ein feuervergoldetes Gewicht gehört. Mit einem Schiebetrieb auf dem Aufzugsvierkant läßt sichjedes Werk einzeln aufziehen, indem es jeweils in sein zugehöriges Walzenrad geschoben wird. Im Glockenstuhl drei übereinander angeordnete Glocken. »Hakenhemmung« mit kurzem Hinterpendel. Das Messinghemmrad deutet auf einen späteren Umbau hin.
Breite: 30 cm Höhe: 40cm Tiefe: 25 cm
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5 Grad, trocken | Zunehmender Halbmond

