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Es ist Zeit

Sie tickt im Takt der Atomuhr: Unsere goldene Aussenuhr steht unter Denkmalschutz und birgt ein Geheimnis.

Sie ist rund 60 Kilo schwer, hängt seit den Sechzigerjahren an der Ecke Bahnhofstrasse/Bärengasse und ist längst zum Markenzeichen von Beyer Uhren & Juwelen geworden: Unsere Aussenuhr präsentiert die exakte Zeit, denn sie hört auf die Signale ihrer Mutteruhr im Bauch des Geschäfts, und die wiederum gehorcht via GPS auf die Sekunde genau den Impulsen der Atomuhr.

Wer die ikonische Uhr wann und vor allem wie genau gebaut hat, ist ein Geheimnis, das nicht einmal René Beyer kennt. Es war in den Sechzigern, als die analoge Quarztechnik für Aufbruchstimmung sorgte. Patek Philippe begann damit, spektakuläre Uhren für den öffentlichen Raum zu bauen. Um diese zu warten und eigene Anlagen zu entwickeln, gründete René Beyers Vater, Theodor Beyer, die Abteilung für elektronische Zeitmessung. Die Spezialisten hatte er dem EWZ abgeworben. Ihr erster Auftrag lautete: Konstruiert mir eine Aussenuhr!  

Theodor Beyer war dermassen zufrieden mit dem Resultat, dass er sämtliche Baupläne und Akten vernichten liess, um zu vermeiden, dass die Uhr kopiert wird. Tatsächlich wurde er später immer mal wieder um eine Lizenz gebeten. Doch die Uhr bewahrt ihr Geheimnis bis heute. Lediglich Taschenuhren und Penduletten wurden optisch von ihr abgeleitet. Da sie seit Mitte der Siebzigerjahren unter Denkmalschutz steht, erhielt sie sogar ein Glasdach, obwohl an der historischen Fassade des «Orell-Füssli-Hof» nichts verändert werden darf. Im Zuge des Umbaus diesen Sommer wurde die Uhr vollständig restauriert und revidiert und bekam neue Zeiger und neue Schrittmotoren.

Mehr über tickende Wunderwerke in unserem Zeit-Magazin beyond.

Beyer Chronometrie