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Pavillon Eröffnung

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Pavillon Innen

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Pavillon Aufbau komplett

Ein Herzprojekt auf Zeit

19.05.2020

Nach zwei Monaten Ausnahmezustand an der Bahnhofstrasse wegen COVID-19, konnten wir am 11. Mai 2020 unsere Geschäftslokalitäten wieder öffnen.

Für das Beyer-Team war dies doppelt speziell. Die Rückkehr an den Arbeitsplatz bedeutete gleichzeitig auch die Eröffnung des provisorischen Beyer Pavillon. Während des Lockdowns wurde der provisorische Holzpavillon innerhalb von wenigen Tagen aufgebaut.

Logistisch war das Vorhaben mit einigen Hürden versehen. So durfte während der Bauzeit weder der Langsam- noch der Strassenverkehr behindert werden, weshalb ausschliesslich in der Nacht gearbeitet werden konnte. Bei teilweise engsten Platzverhältnissen erstreckte sich die Montage der millimetergenau vorgefertigten Holzmodule auf insgesamt drei Nachteinsätze.

Das Holz der Strüby Holzbau AG wird ausschliesslich in der Zentralschweiz bezogen. Dadurch resultieren nicht nur kurze Transportwege. Holz und Baustoff benötigt zudem relativ wenig Energie, ist CO2-neutral und kann recycelt werden. Wir sind stolz auf unser Zertifikat vom CO2 Institut Schweiz

Unser Partner für Elektroarbeiten, Jaisli-Xamax AG hat René Beyer zum Interview getroffen:

Herr Beyer, was war Ihnen wichtig bei der Realisierung des Provisoriums?
Das Bauprovisorium, das wir «Pavillon» nennen, ist auf eine Art ein Ausdruck wie wir im 21. Jahrhundert gesehen werden möchten. Der Pavillon ist bewusst noch moderner gestaltet als der geplante Ladenumbau.

Weshalb?
Erstens stehen im Laden gewisse Elemente unter Denkmalschutz und dürfen nicht allzu stark erneuert werden und zweitens wollen wir in der Boutique nebst neuem modernem Innenausbau ein Stück Tradition beibehalten. Beim Provisorium konnten wir also freier, moderner denken sowie auch die Jungen daran werken lassen.

Das ist Ihnen durchaus gelungen, Kompliment. Eigentlich schade, dass der schöne aufwändige Bau nur provisorisch ist.
Danke, ich bin auch mehr als zufrieden mit dem Resultat. Und klar, ein Provisorium ist nicht für die Ewigkeit. Wir haben uns deshalb bemüht, einen Nachfolgezweck für den Pavillon, oder zumindest für die benutzten Materialien, zu finden.

Darum haben Sie beim Bau hauptsächlich auf Holz zurückgegriffen?
Genau, wir haben aus Gründen der Nachhaltigkeit und Wiederverwertung mit Holz gearbeitet und uns gegen eine Beton- oder Eisenkonstruktion entschieden. Das verwendete Holz trägt ausserdem enorm viel zur Ladenatmosphäre und zum Geschäftsklima bei. Es lebt und hat einen gewissen Charakter. Ich bin sehr gespannt auf die Reaktionen der Mitarbeitenden und Kunden.

Was haben das Provisorium und der neue Laden gemeinsam?
Sagen wir es so: Steht man im Pavillon, bekommt man einen ersten Vorgeschmack, wie es in der renovierten Boutique aussehen wird. Es gibt zwar grundlegende Unterschiede und wie gesagt, der Pavillon ist durchaus etwas moderner als die Boutique, aber grundsätzlich erzählen sie beide dieselbe Geschichte. Unsere Geschichte. Und noch etwas: ich habe beide Orte ins Herz geschlossen.

Sie hängen also ziemlich am Pavillon?
n der Tat. Ich habe nicht erwartet, dass ein Provisorium so viel Emotionen transportieren und unser Traditionshaus so gut repräsentieren kann. Aber die Beteiligten haben innerhalb von vier Wochen tatsächlich etwas geschaffen, das ein authentisches grosszügiges Einkaufserlebnis ermöglicht – und zwar ohne dass es sich provisorisch anfühlt. Wir könnten hier problemlos zwei Jahre bleiben, da alles optimal eingerichtet ist. Wir haben sogar eine kleine Terrasse für unsere Mitarbeitenden und einen VIP-Bereich.

Und wie wirkte sich die Corona-Krise auf die Realisierung des Pavillons aus?
Wir sind sehr froh, dass unsere Bauprojekte nicht angehalten wurden und die Baufirmen weiterhin unter Berücksichtigung der Vorsichts- und Schutzmassnahmen ihre tägliche Arbeit durchführen durften. Hilfreich war während dieser Zeit, dass es weniger Verkehr gab und wir besser vorankamen. Klar, eine solche Krise löst auch viel Angst und Unsicherheit aus, doch ich glaube ans Ying und Yang. Das heisst: In jedem Guten findet man auch etwas Schlechtes, sowie man im Schlechten auch immer etwas Gutes findet.

Welche Learnings ziehen Sie daraus?
Ich habe die Vorteile der Digitalisierung nochmals schätzen gelernt. Auch wenn ich persönlich nach wie vor glaube, dass das Einkaufserlebnis selten besser sein kann als vor Ort, muss ich zugeben, dass E-Commerce durchaus überlebenswichtig sein kann. Generell lernte uns diese Situation, dass wir im Leben dankbar sein und vieles nicht als selbstverständlich sehen sollten. Wichtig für uns als Unternehmen ist natürlich, dass unsere Mitarbeitenden uns auch in dieser Zeit als fairen und guten Arbeitgeber erleben.

Wie geht es nun weiter?
Nachdem wir zuerst Angst hatten, den Pavillon gar nicht erst in Betrieb zu nehmen, freuen wir uns nun umso mehr, am 11. Mai die ersten Kunden zu empfangen. Der Testlauf mit Rolf Weber hat ja bereits geklappt. Natürlich halten wir alle nötigen Schutzmassnahmen ein und haben unter anderem Plexiglas am Verkaufstresen installiert. Wir freuen uns auf die nächsten Wochen im wohl schönsten Provisorium der Bahnhofstrasse! (lacht)

Der provisorische Pavillon wird voraussichtlich bis im August stehen. Danach freuen wir uns, Sie in der neuen Boutique begrüssen zu dürfen.