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World of Patek

Anekdoten, Hintergründe und Insights zur bedeutendsten Uhrenmarke der Welt.

 

Nachgefragt

Denise Schnider (1972), stell­vertretende Verkaufsleiterin Patek Philippe Boutique at Beyer.

Ihr Lieblingsmodell? Die Referenz 5539G/010 in Weissgold ist die Krönung des Understatements – unter dem beinahe unauffälligen blauen Zifferblatt mit arabischen Ziffern tickt ein automatisches Werk mit Tourbillon und Minutenrepetition. Wenn immer wir ein Modell geliefert bekommen, schmelze ich dahin.

Ihre Lieblingskomplikation? Der Chronograph; er ist viel anspruchsvoller zu konstruieren, als viele denken. Start, Stopp und Nullstellung sind im Werk gekoppelt – was den Blick auf dieses zum faszinierenden Schauspiel macht.

Ihr Lieblingsinnenleben? Ich liebe Anglierungen, eine besonders aufwendige Art der Finissage. Beim sogenannten Abkanten werden die Ränder der Einzelteile im Werk bearbeitet, damit das Tanzen der Lichter besser zur Geltung kommt.

Ihr Chef über sie: «Bei Frau Schnider daheim sieht es ein bisschen so aus wie in unserer Boutique: Sie lebt und atmet Patek Philippe.»

Instagram
Jeden 18. um 18.39 Uhr

Seit Frühling ist Patek Philippe auf Instagram und füttert den Kanal an jedem 18. des Monats – um punkt 18.39 Uhr. Sie haben es erraten: ein (kaum) versteckter Hinweis auf das Gründungsjahr. Selbst­redend, dass die Fotos und Videos von höchster Qualität sind und das technische Know-how sowie die ästhetische Kompetenz von Patek Philippe widerspiegeln.

Lauf der Zeit
50 Jahre «Ellipse d'Or»

Was für eine Ikone! In fünf Jahrzehnten hat sich die Form des Gehäuses nicht verändert. Aus gutem Grund: Bei diesem flachen, eleganten Modell geht es ja genau darum – um die perfekt ausgewogene Optik. Das Design der «Ellipse» orientiert sich an den Regeln des Goldenen Schnitts aus der Antike, also der «göttlichen Proportion» zwischen Kreis und Rechteck. Es wurde von griechischen Mathematikern definiert und ist in vielen wichtigen Bauten und Kunstwerken der Geschichte wiederzufinden.

Innovation
Ohne Reibungsverluste

Patek Philippe hebt die Ganggenauigkeit mechanischer Uhren auf ein neues Level:
Mit der Erfindung von Unruh, Spirale und Hemmung aus monokristallinem Silizium sind noch grössere Präzision und Zuverlässigkeit möglich. Ihre physikalischen Eigenschaften verringern Reibungen und somit Fehlerquellen auf ein bis anhin unerreichtes Minimum.

Als Premiere wurden die neuen Werksteile in der extraflachen Patek Philippe «Advanced Research» (Ref. 5550P) eingebaut.

Gewusst, dass …

… US-Präsident John F. Kennedy 1963 bei seinem Deutschland­besuch nicht nur den berühmten Satz «Ich bin ein Berliner» sagte, sondern auch eine Patek-Philippe-Uhr entgegennehmen durfte? Die autonome Quarzuhr ist eine tickende Metapher für den kalten Krieg: Sie zeigt auf drei Ziffer­blättern die Zeitzonen für Washington, Moskau und Berlin. Das rechteckige Gehäuse ist an einer Bronze-Auflage aufgehängt, der Träger in einen quadratischen Marmorsockel eingepasst. Damit ähnelt die Kennedy-Uhr einem nautischen Instrument: Sie sollte den Präsidenten an seinen Marinedienst erinnern. Heute ist die Uhr in der John F. Kennedy Presidential Library and Museum in Boston ausgestellt.