Dauerausstellung

Unsere Vorfahren hatten durch Beobachten der Gestirne und deren Rhythmus eine verlässliche Gesetzmässigkeit erkannt, um die Zeit mess- und fassbar zu machen. Sie richteten ihren Tagesablauf nach dem Sonnenstand und dem stetig ändernden Schatten. Im alten Ägypten wurden aus dieser Erkenntnis die ersten uns bekannten Zeitmessgeräte, wie der Schattenstab und die Sonnenuhr, entwickelt.

Fast 4000 Jahre sind zwischen der Entstehung der Sonnenuhr bis zur Entwicklung der Quarz-Armbanduhr vergangen. Auch die Menschheit hat sich in dieser Zeit enorm verändert und ist eng mit der Entwicklung der Zeitmessgeräte in unserem Museum verbunden. Mit über 250 permanent ausgestellten Objekten, von der ägyptischen Wasseruhr um 1400 v. Christus bis zur modernen Quarzuhr, bietet das Uhrenmuseum einen breiten Einblick in die Geschichte der Uhrmacherkunst. Kreativität, technische Innovation und Handfertigkeit haben diese gleichermassen geprägt. Kuriositäten und Automaten sind ebenso zu bestaunen wie rekordträchtige kleine Uhren, schmuckreiche und wertvolle Taschenuhren, seltene Tischuhren mit Planetarien, Porzellanuhren, zahlreiche Marinechronometer, komplizierte Armbanduhren und viele mehr. In sechs Nischen und zahlreichen Vitrinen zeigen sich die Objekte von ihrer schönsten Seite.

Gerne bieten wir Ihnen eine Führung durch unser Museum an. Vereinbaren Sie einen Termin mit uns. Oder besuchen Sie unser Museum individuell und erfahren Sie in sechs Sprachen alles Wissenswerte auf unseren iPads.

Externe Sammlungen der Firma Beyer

Die Firma Beyer hat neben dem Uhrenmuseum zwei externe Sammlungen aufgebaut – die Puppen-Automaten und die Elektronischen Uhren. Für Liebhaber dieser spezifischen Uhren öffnen wir die Ausstellungen auf Anfrage.

Automaten-Sammlung Annette Beyer

Annette Beyer hat in vielen Jahren eine aussergewöhnliche Sammlung an Puppen-Automaten angelegt. Für Liebhaber von Puppen-Automaten öffnen wir die Ausstellung.

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Elektronisches Museum

2006 eröffnete das Uhrenmuseum Beyer die Abteilung «Elektronische Uhren». Die Ausstellung ist an der Bernerstrasse Nord 206 auf Voranmeldung geöffnet.

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Bisherige Ausstellungen im Uhrenmuseum Beyer

Die Ausstellung «Chronograph» Im Wandel der Zeit, 1913-1983, von Sébastien Chaulmontet fand vom 3. Juli bis 20. Oktober 2017 im Uhrenmuseum Beyer statt. Sie widmete sich der Geschichte und der technischen Entwicklung des Armbandchronographen, von den Anfängen bis zur Gegenwart. Der Chronograph nimmt eine Sonderstellung in der Welt der anspruchsvollen Uhrmacherei ein: Er zeichnet sich durch seine komplexe Mechanik aus und begeistert mit seinem starken Design, welches man auf den ersten Blick wiedererkennt. Dr. Sébastien Chaulmontet, leidenschaftlicher Chronographen-Sammler, Autor, Anwalt und Uhrenentwickler, präsentierte Uhren aus seiner Sammlung, welche mit Uhren aus der Sammlung Beyer und einigen Leihgaben ergänzt wurden. Die Herstellung von Armbandchronographen begann erst ab 1910. Sie sahen ihren Vorfahren, den Taschenchronographen, sehr ähnlich.

Die Ausstellung umfasste über 40 Uhren. Eingebunden in die Geschichte ihres Jahrhunderts sind einige Chronographen zu Ikonen geworden. Mit Modellen von Rolex, Patek Philippe, Omega, Venus, Heuer, Angelus, Record, Bovet, Tissot und andern wurde ein bedeutender Abschnitt in der Geschichte der Uhrmacherei sichtbar.

Die Ausstellung «Kostbare Zeit» wurde vom 13. Juni bis 23. September 2016 präsentiert. Die Zeit ist nicht nur in Sekunden, Minuten, Stunden und Tagen messbar, sie erzählt abertausende von Geschichten und ist ein hochgeschätztes – kostbares Gut. Für Ingrid Rodewald und Maren Ruben, visuelle Künstlerinnen aus Strassburg, ist die Zeit als kostbares Gut Basis und zentrales Thema ihrer künstlerischen Recherche und Arbeit. Ihre Werke standen im Uhrenmuseum ausgewählten Objekten gegenüber, die ihrerseits von "kostbarer Zeit" erzählten.

Unsere Zeit zerrinnt, wir erleben revolutionäre oder stürmische Zeiten, geniessen ein Schäferstündchen oder wir befinden uns auf dem Holzweg. Mit diesen Assoziationen spielten die ausgestellten Exponate: Wie zum Beispiel der Marinechronometer, der ab Mitte des 18. Jahrhunderts auch bei stürmischer See menschliche Fracht und wertvolles Gut sicher über die Weltmeere gebracht hat oder Semjon Iwanowitsch Bronnikov, der über sieben Jahre an einer Uhr ganz aus Holz tüftelte. Seine Zeitgenossen zweifelten an seiner geistigen Gesundheit und liessen ihn sogar in eine Klinik einweisen. Die Zeit war eben noch nicht reif!

Vom 9. Mai bis 5. Juni 2011 präsentierte unser Museum die erfolgreiche Ausstellung vom Genfer Salon de la Haute Horlogerie im Lichthof des Credit-Suisse-Gebäudes am Paradeplatz. Die Objekte wurden informativ und anschaulich durch Fotos präsentiert. Die Ausstellung war für alle öffentlich zugänglich und kostenlos.

Bei der Ausstellung in Genf wurden 60 exklusive und rare Chronometer aus der Beyer-Sammlung gezeigt, welche ein Alterspektrum von 1550 bis 1985 umfassen. Zu der Ausstellung gibt es eine Broschüre mit prächtigen Fotografien, welche im Uhrenmuseum Beyer und im Fachbuchhandel für CHF 29.-- erhältlich ist.

Die Ausstellung «Kreative UhrenMacher zu Gast im Uhrenmuseum Beyer» wurde vom 6. Mai bis 6. Juni 2014 präsentiert und zeigte die Werke von 16 Mitgliedern der Académie Horlogère des Créateurs Indépendants. Es war eine einmalige Gelegenheit, das Schaffen unabhängiger Uhrenkünstler zu bewundern. Die Académie Horlogère des Créateurs Indépendants (AHCI) wurde 1985 gegründet, um Uhrmachern, die Aussergewöhnliches schaffen und nicht an eine Uhrenmarke gebunden sind, eine Plattform zu geben.

Einige Mitglieder trafen sich zur Jahresversammlung im Uhrenmuseum Beyer. Im angeregten Gespräch mit René Beyer entstand die Idee einer Ausstellung: 16 unabhängige Uhrmacher präsentierten während eines Monats im Uhrenmuseum Beyer ihre Kreationen. Vertreten waren unter anderem auch die Preisträger des letztjährigen «Grand Prix d’horlogerie de Genève», Kari Voutilainen, Vianney Halter und Philippe Dufour. Gezeigt wurden spannende und eigenständige Kreationen wie ein "Mysterieuse-Tourbillon",  ebenso unkonventionelle Arbeiten von Miki Eleta und besondere Armbanduhren von Vincent Calabrese.

Seit der Gründung der Beyer-Dynastie hat sich die Zeit verändert. Und mit ihr die Instrumente, die sie messen. Ein Streifzug durch 250 Jahre Uhrengeschichte präsentierte das Uhrenmuseum Beyer vom 15. April bis 30. Oktober 2010 in einer abwechslungsreichen Ausstellung.

Das Herzstück der Ausstellung, eine zwölfminütige Bildprojektion, verdeutlichte besonders eindrücklich, wie sich die Geschichte der Beyers und die Geschichte der Schweizer Uhr immer wieder gegenseitig beatmeten. Und welch aussergewöhnlichen Umständen es zu verdanken war, dass die Beyer Chronometrie dieses Jahr ihr 250 Jahre Jubiläum feiern darf.

Sonderausstellung vom 19. März bis 30. April 2009

Die Zeit festhalten – aber wie? Die ersten Versuche Ende des 18. Jahrhunderts brachten wenig: Auf Knopfdruck hielt das gesamte Werk an, danach stimmte die Uhrzeit nicht mehr. Es folgten aufwendig verzierte Kunstwerke mit einem dritten Zeiger, dem Tintenzeichner. Dieser malte die gestoppte Zeitspanne aufs Email-Zifferblatt. 1862 entstand der erste richtige Chronograph, dessen Messzeiger auf der Zifferblatt-Skala stehen blieb und wieder zum Ausgangspunkt zurück gebracht werden konnte.

Über 50 einzigartige Chronographen aus der Sammlung des Uhrenmuseums Beyer wurden zum Teil erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt: hoch komplizierte Uhren mit Stoppfunktionen, aber auch einfache Stoppuhren. Besonders stolz war man bei Beyer auf den üppig verzierten IWC da Vinci Armband-Chronographen, auf die kostbaren Taschenuhr-Chronographen um 1900 – und auf gleich zwei der extrem seltenen Tinten-Chronographen aus dem 19. Jahrhundert.

Sonderausstellung vom 1. - 29. Februar 2008

Eigentlich sind Uhren und Zeitmessung eine ernsthafte Angelegenheit, denn jedes Ticken und jede Weiterbewegung der Zeiger erinnert uns an die Vergänglichkeit und daran, die Zeit gut zu nutzen. Aber die Zeitmessung hat auch ihre spielerische Seite und unter diesem Gesichtspunkt haben wir Depot und Museum durchgesehen.

Erstaunliches und Vergnügliches ist dabei zum Vorschein gekommen. Anlässlich der Aktion „Museums des Monats “ innerhalb des Vereins Zürcher Museen, haben wir diese "Kuriositäten aus Depot und Museum" in einer Ausstellung präsentiert. Dabei zeigten wir fantasievolle Gehäuseformen, originelle Zifferblätter, verschiedene Arten der Zeitanzeige und Uhren, die zusätzlich zur Zeitmessung weitere Funktionen anbieten.

Leihgaben an andere Museen

Leihnehmer:
Landesmuseum Zürich

Ausstellung:
"Auf der Suche nach dem Stil"
Ausstellungsdauer: 23. März bis 15. Juli 2018
Ausstellungsort: Zürich

Die Sonderausstellung im Landesmuseum nimmt die Besucher mit auf eine Zeitreise durch Europa und die Schweiz und lässt Sie in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts eintauchen. Es war die Zeit des beschleunigten Technologiewandels und der sozialen Umbrüche. Mit ausgewählten Objekten aus Architektur, Kunst und Gewerbe wird dem Betrachter das vielfältige Nebeneinander der Stile jener kontroversen Epoche aufgezeigt: Mustersammlungen wurden aufgebaut, Kunstgewerbeschulen gegründet und Metropolen erhielten ihr heutiges Gesicht.

Die Leihgabe:
Zehn Uhren aus unserem Uhrenmuseum

Leihnehmer:
Freistaat Bayern, vertreten durch das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultur, Wissenschaft und Kunst - Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg.

Ausstellung:
"Ritter, Bauern, Lutheraner"
Ausstellungsdauer: 9. Mai bis 5. November 2017
Ausstellungsort: Coburg, Veste Coburg

Die Ritter kämpfen ihren letzten Kampf, die Bauern stehen auf und in den Städten gärt es. Neue Ideen werden unter die Leute gebracht und jahrhundertalte Gewissheiten geraten ins Wanken. In der Abteilung "Glaube, Gemeinschaft, Konfession" wird unter anderem  die Reichsgeschichte von 1530 bis zum Augsburger Religionsfrieden 1555 vermittelt. Das Astronomische Besteck, mit dem Gregorianischen Kalender auf der Deckelinnenseite, verweist auf die für Augsburg so folgenreiche Kalenderreform von 1582.

Die Leihgabe:
Astronomisch-geographisches Taschenbesteck
Um 1582, Augsburg D, Christoph Schissler (1554-1609)

Leihnehmer:
MIH, Musée international d'horlogerie

Ausstellung:
Die Neuenburger Pendeluhr: zwischen Kunst und Mechanik
Ausstellungsdauer: 6. Mai. - 8. Oktober 2017
Ausstellungsort: MIH, Salle Hans Erni, 2300 La Chaux-de-Fonds

Prächtig? Nüchtern? Altmodisch? Legendär? Die sogenannte "Neuenburger" Pendeluhr schmückt zahlreiche Inneneinrichtungen von Wohnungen, Salons und Amtsräumen weit über die Kantonsgrenzen hinaus. Erzählt wird die Geschichte der Neuenburger Pendeluhr von ihren Anfängen vom 16. Jahrhundert bis heute.

Die Leihgabe:
Neuenburger Pendule Louis XIV
um 1720, La Chaux-de-Fonds CH, Josué Robert

Leihnehmer:
Sasso San Gottardo, Airolo TI

Ausstellung:
Kristall Wunderkammer
Ausstellungsdauer: 24. Juni bis 15. Oktober 2017
Ausstellungsort: Gotthard Pass, Raum Themenwelt

Ausstellung auf dem Gotthardpass über die Magie der Bergkristalle, ihre Schönheit und die Kunst der Verarbeitung von Dekorationsobjekten und  Schmuck von gestern und heute. Der Ausstellungsort befindet sich in den tiefen Stollen und Kavernen der ehemaligen Gotthardfestung Sasso San Gottardo.

Die Leihgabe:
Spätrenaissance-Uhr mit Bergkristalldeckel
Um 1650, Wien A, Daniel Scheyrer (1582-1662)

Schweizer Museen

Das Uhrenmuseum Beyer ist Mitglied des Verbands der Museen der Schweiz, welcher vor 50 Jahren entstand.

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