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World of Patek Philippe

Anekdoten, Hintergründe und Insights zur bedeutendsten Uhrenmarke der Welt.

3 Fragen an...

… Peter Friess, Kurator des Patek Philippe Museums in Genf

Das Patek Philippe Museum feiert seinen 20. Geburtstag, Sie sind seit 2014 sein Kurator: Vor welcher Uhr haben Sie die meiste Zeit verbracht?
Wahrscheinlich vor der Tischuhr von Antide Janvier in der antiken Kollektion: Neben der Zeit präsentiert sie auf drei Zifferblättern einen Kalender und die Mondphasen. Drei Atlasfiguren stemmen eine gläserne Kugel, in deren Innerem die Planeten naturgetreu um die Sonne kreisen.

Wenn ich nur eine halbe Stunde zur Verfügung habe, was darf ich mir nicht entgehen lassen?
n der Patek-Philippe-Sammlung: die Calibre 89, die mit 1728 Einzelteilen und 33 Komplikationen bei ihrer Herstellung 1989 die komplexeste Uhr ihrer Art war – und die Antwort auf die sogenannte Quarzkrise. In der antiken Kollektion: die Referenz S-195 mit Moses, wie er das Wasser teilt, und einer wunderschönen Viertelstundenrepetition.

Welchen Teil des Museums mögen Sie besonders?
Die Damenuhren in der Patek-Philippe-Sammlung: Uhrmacherisches Können und eine hohe Ästhetik im Wandel der Mode zeigen, dass bei wirklich guten Uhren die Qualität von den Uhrwerken geprägt ist, also sozusagen von innen heraus wirkt.


GEWUSST DASS …

… schon Queen Victoria eine Patek Philippe trug? Die Anhängeruhr war ihr 1851 von Jean Adrien Philippe an der ersten Weltausstellung in London überreicht worden und basierte auf dessen Erfindung von 1845, welche die Uhrenwelt revolutionieren und sich später bei sämtlichen Uhrenmarken durchsetzen sollte: Statt mit einem Schlüssel konnte die Uhr mittels Krone aufgezogen und gerichtet werden. Auch die «Queen Victoria» ist im Patek Philippe Museum in Genf ausgestellt.


DER SUPERLATIV

Ref. 5750P: Die Vollendung

Wer einmal eine Minutenrepetition von Patek Philippe anschlagen durfte, bleibt wohl für immer verzaubert vom Klang. Kaum zu glauben, aber wahr: Die betörendste aller Komplikationen der Genfer Manufaktur wurde Ende 2021 nochmals auf ein neues Niveau geführt. Die Patek Philippe «Advanced Research Fortissimo» (Ref. 5750P) verfügt über ein System zur Klangverstärkung und -verbreitung dank eines flexiblen Schwenkhebels, einer vibrierenden Saphirscheibe und eines Titanrings mit vier Öffnungen. Erzeugt werden die Töne von zwei traditionellen Federn mit Hämmerchen aus Platin. Sie ist auf 15 Stück limitiert.

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